Am 26. und 27. Juni bringt Slow Food Österreich erstmals Köche der Slow Food Cooks‘ Alliance gemeinsam mit Lebensmittelhandwerkern aus ganz Österreich nach Wien.
Herkunft beginnt nicht erst am Teller, sondern bei den Menschen hinter unseren Lebensmitteln. Mit dem neuen Publikumsevent „ein Teller, viele Hände“ lädt Slow Food Österreich am 26. und 27. Juni 2026 erstmals in die Markterei Wien ein – und bringt Produzent:en, Köchinnen und Köche sowie Lebensmittelhandwerker aus ganz Österreich, die nach den Slow Food Prinzipien gut, sauber und fair arbeiten, gemeinsam an einen Tisch.
Im Mittelpunkt stehen jene Beziehungen, ohne die gute Gastronomie nicht funktionieren kann: die direkte Zusammenarbeit zwischen Küche, Landwirtschaft und handwerklicher Lebensmittelproduktion.
Für das Event entwickeln 15 Köchinnen und Köche der Slow Food Cooks’ Alliance gemeinsam mit rund 30 Slow Food Produzenten Gerichte rund um besondere Lebensmittel und traditionelle Zutaten. Besucher:innen können die Gerichte direkt vor Ort genießen, mit den Beteiligten ins Gespräch kommen und erfahren, wie viel Wissen, Handwerk und Zusammenarbeit hinter einem Teller stecken.
Denn gutes Essen entsteht nie allein
„Wir sprechen heute viel über Herkunft und Transparenz. Gleichzeitig bleiben die Produzent:innen hinter unseren Lebensmitteln in der Gastronomie immer noch oft unsichtbar. Mit „ein Teller, viele Hände“ möchten wir zeigen, dass gutes Essen immer das Ergebnis vieler Menschen, vieler Entscheidungen und vieler Beziehungen ist. Wir Köchinnen und Köche der Slow Food Cooks’ Alliance gehen hier voran und zeigen, wie Herkunft am Teller sichtbar werden kann – und wie wichtig es ist, Bäuerinnen und Bauern sowie Lebensmittelhandwerker jene Wertschätzung entgegenzubringen, die sie für die Herstellung hochwertiger Lebensmittel verdienen“, sagt Josef Floh, der mit seiner Gastwirtschaft Floh (NÖ) seit Jahrzehnten Pionier der Slow Food Bewegung in der österreichischen Gastronomie ist. Er ist Mitglied der Slow Food Cooks‘ Alliance, die mit diesem Event erstmals österreichweit sichtbar und für Konsument:innen an einem Ort erlebbar wird: Köchinnen und Köche aus Niederösterreich, Oberösterreich, dem Burgenland, der Steiermark, Salzburg und Kärnten kommen gemeinsam nach Wien und zeigen, wie vielfältig verantwortungsvolle Gastronomie heute aussehen kann.
Slow Food Köche aus ganz Österreich
Mit dabei sind neben Josef Floh (Niederösterreich) auch Clara Aue vom Marktbistro Heu & Gabel (Wien), Florian Bucar vom Biohotel Der Daberer (Kärnten), Martin Nuart und Philipp Medved vom Bär & Schaf (Kärnten), René Zimmermann von der Waldjungfrau (Niederösterreich), Anneliese Steinmayr von der Gastwirtschaft Hansberg (Oberösterreich), Lisa und Johann Rainer vom Trautentalwirt (Steiermark), Bernadette Wörndl (Salzburg/Wien), Paul Peters vom Wirtshaus Gretzl (Oberösterreich), Lukas Lacina vom Weinbistro MAST (Wien), Lisa Saahs vom Nikolaihof (Niederösterreich) sowie Erhard Schober (Burgenland) und Kräuterwirtin Gerda Stocker (Niederösterreich). Gemeinsam kochen sie vor Ort und zeigen die Vielfalt der Slow Food Gastronomie in Österreich – vom Wirtshaus über Markt- und Weinbistro bis hin zur gehobenen Gastronomie – und machen sichtbar, dass gutes, sauberes und faires Essen unabhängig vom gastronomischen Konzept möglich ist.
Als österreichische Vertreter:innen der internationalen Slow Food Cooks’ Alliance stehen sie für eine Gastronomie, die Genuss und Verantwortung zusammendenkt: für die enge Zusammenarbeit mit regionalen Bio-Produzent:innen, den bewussten Einsatz biologischer und saisonaler Lebensmittel in der Gastronomie, die Stärkung regionaler Kreisläufe und des Lebensmittelhandwerks sowie faire Arbeitsbedingungen in der Gastronomie.
Genuss, Wissen und Dialog
Begleitet wird das kulinarische Programm von einem kuratierten Pop-up Markt der Erde mit Produzent:innen aus ganz Österreich. Besucher:innen können dort Lebensmittel direkt verkosten und erwerben – von handwerklich erzeugten Spezialitäten bis hin zu schützenswerten Produkten aus der Slow Food Arche des Geschmacks wie Lungauer Tauernroggen, Wiesenwienerwald Elsbeere, Waldstaudekorn und Leithaberger Edelkirschen.
Ergänzt wird das Programm durch eine Verkostungswerkstatt mit Sensorik- und Verkostungsformaten rund um Wein, Brot und Öl. Gemeinsam mit Produzent:innen, Bäcker:innen, Köch:innen und Expert:innen können Besucher:innen unterschiedliche Aromen, handwerkliche Herstellungsweisen und die geschmackliche Vielfalt hochwertiger Lebensmittel entdecken.
Eine besondere Rolle spielt dabei auch Wein: Die Slow Food Presidi Wiener Gemischter Satz und Roter Veltliner Donauterrassen laden zu Verkostungen ein und geben Einblicke in traditionelle Produktionsmethoden, regionale Weinkultur und die Besonderheiten dieser von Slow Food geschützten Weine.
Neben Genuss und Kulinarik setzt das Event bewusst auch auf gesellschaftlichen Dialog. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion am Freitag Abend diskutieren Vertreter:innen aus Gastronomie, Landwirtschaft und Lebensmittelbranche am Freitagabend über Lösungen für die Umsetzung der Herkunftskennzeichnung sowie über Wege für mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung kleinstrukturierter, handwerklicher Lebensmittelproduktion.
„Wir möchten mit diesem Veranstaltungsformat zeigen, dass Genuss und Verantwortung untrennbar zusammengehören“, sagen Christina Kottnig und Monika Liehl, Vorsitzende von Slow Food Österreich. „Wir verstehen „ein Teller, viele Hände“ nicht nur als Genussfestival, sondern auch als Plattform für den Austausch zwischen Produzent:innen, Gastronomie und Konsument:innen – und als sichtbares Zeichen für eine Esskultur, die auf Qualität, Biodiversität, Regionalität und fairen Beziehungen aufbaut.“ Veranstaltungsdetails
„ein Teller, viele Hände“ – Fest des guten GeschmacksFreitag, 26. & Samstag, 27. Juni 2026
Freitag, 26.6. von 14:00 bis 22:00
Samstag, 27.6. von 10:00 bis 16:00
Podiumsdiskussion: Freitag, 26.6. um 20:00
in der Markterei Wien
Severingasse 7
1090 Wien
Eintritt frei
www.slow-food.at
Slow Food Event

